Hohe Energieeffizienz mit ERCS: ENERGY RECOVERY & CLEANING SYSTEMS

Die von Scheuch in den letzten Jahren entwickelten ERCS-Verfahren (Energy-Recovery & Cleaning-Systems) für Abgase aus Biomassefeuerungen (naturbelassene Biomasse) bieten neben der gewohnten und geschätzten Zuverlässigkeit in der Staub- und Partikelabscheidung neuartige, patentrechtlich geschützte Kombinationen mit hocheffizienten Wärmerückgewinnungssystemen.

Die rückgewonnenen Wärmeinhalte können gewinnbringend u.a. Warmwassernetzen, Brennstoff- und Holztrocknungssystemen zugeführt werden. Durch ständige Innovationen und Weiterentwicklungen auf dem Gebiet der Wärmerückgewinnung bei Rauchgasreinigungsanlagen können bewährte Systeme ergänzt bzw. veraltete Systeme ersetzt und dadurch eine erhebliche Reduktion der Betriebskosten erzielt werden.Optimale Verfahrensauswahl
Mitentscheidend für die Auswahl des optimalen Verfahrens sind die einzuhaltenden Emissionsgrenzwerte nach den ERCS-Anlagen. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, bei Anlagenplanungen von Anfang an den Experten einzubeziehen, damit rechtzeitig alle Aspekte berücksichtigt und oft in der Praxis auftretende Schnittstellenprobleme ausgeschlossen werden können.
Spezielle Nachrüstung
Im Zuge der Erweiterung des Biomasseheizwerkes Altötting/Deutschland, seit 1997 in Betrieb, um einen weiteren Biomassekessel zur Stromerzeugung wurde 2005  zur Einhaltung der Staubgrenzwerte auch ein Elektrofilter installiert.
Nachdem beim Bau der ersten 4,3 MW-Anlage bereits vom Kessellieferanten eine Rauchgaskondensationsanlage für eine Gesamtleistung von 9,3 MW installiert wurde, stand man vor der Entscheidung, ob man -  wie meist üblich - ein Trockenelektrofilter der Rauchgaskondensation vorschalten oder einen Nass-Elektrofilter zur Feinstaubabscheidung nachschalten sollte.Nass-Elektrofilter Anwendung
Nach eingehender Prüfung aller „Für und Wider“ durch den zuständigen Planungsingenieur Herrn Dipl.-Ing. Klaus Röhrmoser vom Ingenieurbüro Gammel in Abensberg entschied sich der Betreiber, nicht zuletzt auch auf Grund des geringen Platzbedarfes, für die kostengünstigere und effizientere Variante mit Nass-Elektrofilter.

Um wertvolle Stellfläche einzusparen, wurde von Scheuch kurzerhand der Nass-Elektrofilter auf den Luftvorwärmer der bestehenen Kondensation gesetzt.

Die Filteranlage wurde so konzipiert, dass das Anlagenoberteil aus dem Dach des Heizhauses ragt und dadurch nahezu keine wesentlichen Anpassungen am Bestand erforderlich waren.

Wie bei unserer Referenzanlage in Längenfeld/ Österreich wird nun auch seit Ende letzten Jahres in Altötting das Abgas der Biomassekesselanlagen über ein Nasselektrofilter auf Reingasstaubgehalte von <20mg/Nm³tr gereinigt.
Erstmalig wurde hier bei einer bestehenden -  und nicht von Scheuch gelieferten - Kondensationsanlage ein kostengünstiger Feinstaub- und Aerosolabscheider in das Gesamtsystem integriert.

Die positiven Erfahrungen mit dem Filtersystem zeigen, dass vor allem Betreiber bestehender Werke zukünftig die Möglichkeit haben, Ihre Abgasemissionen weiter zu reduzieren, indem sie das Know-how von Scheuch nutzen.

Hohe Wirkungsgrade
Das Erdenwerk Gregor Ziegler hat seinen Ursprung in der Sägereststoff-, Ent- sowie der Rundholz-Versorgung der regionalen Sägewerke. Bereits Ende 2003 nahm man am Standort in Plößberg / Deutschland ein neu errichtetes Biomasseheizkraftwerk auf ORC-Basis mit einer Feuerungswärmeleistung von 8 MW (1,1 MW elektrische Leistung) samt Trockenelektrofilter von Scheuch in Betrieb.

Mit den 6.200 kW an produzierter Wärme werden Hallen beheizt, Späne getrocknet und Strom erzeugt. Den Hauptbedarf an Biowärme benötigt dabei der installierte Bandtrockner zur Trocknung der Sägespäne. Je nach Außentemperatur konnten in den letzten beiden Jahren bis zu 60 m³/h an Sägespänen getrocknet, zu 3,5 t/h Holzbriketts und zu 3,7 t/h Holzpellets verarbeitet werden.

 

Installation ERCS-System
Um vor allem auch während der kälteren Monate Späne in gewünschtem Maße trocknen zu können, entschied man sich bei Ziegler 2005 zur Installation eines Scheuch ERCS-Systems. Mit diesem z.B. auch bei der Holzindustrie Pfeiffer in Kundl/Österreich seit Jahren erfolgreich eingesetzten Verfahren werden sonst ungenützte Wärmeinhalte des Rauchgases (vor allem bei energetischer Nutzung von feuchteren Brennstoffen) über einen Kondensator auf ein Niedertemperaturnetz (Wasser-Glykolgemisch) übertragen.

Diese speisen dann in weiterer Folge einen entsprechend dimensionierten Luft/Wasser-Wärmetauscher, welcher bis zu 2.500 kW (Anlagenwirkungsgrad erneut über 100 %!) an sonst nicht genutzter Bioenergie auf den angesaugten Kaltluftstrom überträgt.Dadurch kann seit Januar 2006 nahezu jahreszeitunabhängig die Nennleistung des Trockners gehalten bzw. bei Bedarf auch gesteigert werden.

Auch an dieser Anlage wird neben den ökonomischen Vorteilen unserer ERCS-Systeme auch den ökologischen Notwendigkeiten Rechnung getragen. So werden zukünftig die ohnehin geringen Staubemissionen von < 20 mg/Nm³tr um weitere 50 % auf < 10 mg/Nm³tr gesenkt.

Der Return on Investment liegt bei den Scheuch-ERCS-Systemen dieser Bauart je nach Wärmeabnahme bei gewinnbringenden 2 – 4 Jahren.
 

 
Erstellt am 11.01.2008
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