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Kühler

Unterschiedliche Gaskühlsysteme

In zunehmendem Maße werden seit Jahren Gewebefilter zur Entstaubung heißer Abgase, wie sie bei Zementdrehrohröfen, Klinkerkühlern und Kalköfen entstehen, eingesetzt.

Da der Einsatz von modernen Filterschläuchen je nach Materialqualität auf eine maximale Betriebstemperatur von 120 °C bis 260 °C begrenzt ist, ist es zwingend erforderlich, diese Gase vor dem Entstaubungsprozess abzukühlen. Beim Überschreiten dieser Temperatur kann es zu einer nachhaltigen Schädigung bis hin zur Zerstörung des Filterschlauchmaterials kommen.

unsere Lösungen
Massekühler

Massekühler

Für die Anpassung der Gastemperaturen an die wirtschaftlich verfügbaren Filtermedien

Durch den Einsatz eines Massekühlers können kurzzeitig auftretende Temperaturspitzen in Abgasen „gekappt“ werden. Dies ermöglicht unter anderem die Verwendung kostengünstiger Filtermedien.

Temperaturspitzen treten gerade bei der Absaugung metallurgischer Prozesse beispielsweise bei Chargier- und Abstichvorgängen oder durch Zugabe von exothermen Substanzen auf Schmelzen auf. Insbesondere beim Ausdrücken von Koks aus Koksbatterien ist nicht nur die Vermeidung von Temperaturspitzen erforderlich, hier wirkt der Massekühler auch als Massespeicher. Die während des Auftretens der Temperaturspitze gespeicherte Wärme wird in der Folge wieder an das Abgas zurückgegeben und schützt damit die nachgeschalteten Anlagenteile vor Korrosion durch Taupunktunterschreitung.

Die im Massekühler eingebauten Blechpakete sind wärmetechnisch optimiert berechnet, um die zu verbauende Blechmasse gering zu halten. Je nach geforderter Kühlleistung werden entweder freistehende Kühler konzipiert oder einzelne Massepakete in Absaugsträngen eingesetzt.

Frischluftkühlung

Frischluftkühlung

Kühlung des Abgases mit Frischluf

Alternativ zum Verdampfungskühler ist eine Gaskühlung mittels Frischluftbeimischung möglich. Dabei wird eine Mischkammer vorgesehen, in die Frischluft eingeblasen und dem Prozessgas beigemengt wird. Die Frischluft vermischt sich mit dem heißen Abgas und reduziert so die Temperatur. Der bauliche Aufwand ist im Vergleich zum Verdampfungskühler wesentlich geringer. Da aber der Volumenstrom steigt, ist die Filteranlage größer zu dimensionieren.

Verdampfungskühler

Verdampfungskühler

Verdampfungskühler „bottom-up“ oder „top-down“

Verdampfungskühler (VDK) werden vor allem in der Zementindustrie eingesetzt, wenn heißes Prozessgas aus dem Vorwärmeturm direkt auf die Filtereintrittstemperatur abgekühlt werden soll.

Die treibende Kraft der Verdampfung ist die Temperatur des Abgases. Das bedeutet, dass bei vergleichbaren Wärmeleistungen ein VDK bei niedrigeren Temperaturen in der Regel bedeutend größer dimensioniert werden muss als bei höheren Temperaturen. Das Kühlwasser wird in den Scheuch-Verdampfungskühlern entweder in Einstoffdüsen oder mittels Druckluftzerstäubung (Zweistoffdüsen) verdüst. Die Durchströmung erfolgt vorzugsweise vertikal, je nach Anwendung bzw. Einplanungserfordernissen strömt das Abgas von oben nach unten („top-down“) oder von unten nach oben („bottom-up“).

Luft/Luft-Wärmetauscher

Luft/Luft Wärmetauscher

Zur Kühlung des Gases

In Wärmetauschern wird Wärme vom Abgas in die Kühlluft übertragen. Die dominierende Bauart ist der Luft/Luft-Wärmetauscher, welcher zumeist im Kreuzstrom oder Kreuz- Gegenstrom betrieben wird. Er ist das richtige System für trockene Abgase. Das abzukühlende Gas wird über Anströmhauben in das Rohrinnere geführt und im Kreuzstrom an der Außenseite mit Umgebungsluft über Axialventilatoren gekühlt. Die Luft/Luft-Wärmetauscher werden - je nach Erfordernis – sowohl abgasseitig als auch kühlluftseitig in ein- oder mehrzügiger Bauweise erstellt.

Wärmerückgewinnung

Hauptzweck der Abgaskühlung ist die Anpassung der Gastemperaturen an die wirtschaftlich verfügbaren Filtermedien (definierte Filtereintrittstemperatur) und die damit einhergehende Reduktion der zu reinigenden Abgasvolumenströme, also zunächst wirtschaftliche Gründe.

Da bei der Abkühlung von Prozessabgasen aber bedeutende Energiemengen frei werden, beziehen wir im Sinne unseres Umweltbewusstseins regelmäßig Möglichkeiten für eine regenerative Abwärmenutzung in unsere Konzepte ein. Als Beispiel: Die Abkühlung von 100.000 Nm³/h trockener Luft um 100°C entspricht einer Wärmeleistung von ca. 3,5 Megawatt [MW].

 
Kontakt

Klaus Emprechtinger
Head of Sales Energy & Metals
Tel.: +43 7752 905-5369
Fax.: +43 7752 905-65369

k.emprechtinger@scheuch.com

Georg Lechner
Head of Sales
Industrial Minerals Industry

Tel.: +43 7752 905-5138
Fax.: +43 7752 905-65138

g.lechner@scheuch.com

Thomas Kreuzhuber
Head of Sales
Panels Industry

Tel.: +43 7752 905-5257
Fax.: +43 7752 905-65257

t.kreuzhuber@scheuch.com

Alexander Kimberger
Technischer Verkauf
Tel.: +43 7752 905-5156
Fax.: +43 7752 905-65156

a.kimberger@scheuch.com

Scheuch GmbH, Weierfing 68, A-4971 Aurolzmünster, Tel.: +43 77 52 905-0, Fax: -65000, E-Mail: office@scheuch.com

Wir liefern Anlagen
für die Luftreinhaltung

Innovative Luft- und Umwelttechnik im industriellen Bereich ist seit über 50 Jahren die Domäne von Scheuch. Ob Absaugung, Entstaubung, Förderung, Rauchgasreinigung oder Anlagenbau, Scheuch ist Markt- und Kompetenzführer in vielen Bereichen und bietet seinen Kunden anwendungsspezifische und hochwertige Problemlösungen für ihre Luft- und Umweltthemen.