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Hallenklima-Management für die Holzwerkstoffproduktion

Führende Unternehmen der Holzwerkstoffindustrie setzen bereits die modernsten Technolo-gien zur Prozessoptimierung ein und trotzdem gibt es noch viele Variablen, welche die Platten-qualität beeinträchtigen können. Mit dem Hallenklima-Management-Konzept des Luft- und Um-welttechnikspezialisten Scheuch empfiehlt sich eine neue Konstante, die den Produktionspro-zess energieeffizient unterstützt, den Arbeitnehmerschutz verbessert und die Betriebssicher-heit erhöht.

Das international agierende Familienunternehmen Scheuch feiert dieses Jahr sein 50-jähriges Firmen-jubiläum. Ob Absaugung, Förderung, Entstaubung oder Rauchgasreinigung, Scheuch ist mit seinen Sparten „Holz“, „Holzwerkstoff“, „Metall“, „Steine-Erden“ und „Energie“ Markt- und Technologieführer in vielen Bereichen der industriellen Luft- und Umwelttechnik.

Komplettprogramm für Luft- und Abgasreinigung Maßgeblichen Anteil am Unternehmenserfolg hat die Sparte „Holzwerkstoffindustrie“. Ob MDF-, OSB-, Span-, Hybrid- oder Holzfaserdämmplatten, mit ihr stellt Scheuch für sämtliche Produktionsbereiche der Plattenherstellung ein Komplettprogramm zur Luft- und Abgasreinigung zur Verfügung.

Das umfassende Produkt- und Dienstleistungsprogramm reicht von Ventilatoren und Zyklonen über Schlauchfilter, Trocken- und Nass-Elektrofilter (SENA, SEKA) sowie biologische Abgasreinigungs-systeme (z.B. SABA) bis zu Abgaswäscher für Pressendämpfe (z.B. SAP, ESAP) und Fasersichter. Von Beratung und Projektierung, über Fertigung, Montage und Inbetriebnahme bis hin zu Anlagen-service und Emissionsmessungen bietet Scheuch alles aus einer Hand.

Anwendungsspezifische Gesamtkonzepte Das Markenzeichen des Unternehmens sind anwendungsspezifische Gesamtkonzepte. Scheuch kennt die Produktionsprozesse genau und verfügt über langjährige Erfahrung und umfangreiches Wissen, um individuelle Technologielösungen für Luft- und Umweltthemen bei der Holzwerkstoffer-zeugung entwickeln zu können – in allen Bereichen von der Materialaufbereitung und Rohplatten-produktion bis zur Endfertigung und Veredelung.

„Wir verstehen uns als nachhaltiger Partner und Problemlöser mit Gesamtkompetenz bei Luft- und Umwelttechnik. Kundenspezifische Konzepte und zahlreiche patentierte State-of-the-Art-Technologien zeichnen unsere Vorreiterrolle aus“, so Andreas Köck, Leiter der Sparte „Holzwerkstoffindustrie“ bei Scheuch.

Hallenklima-Management-Konzept Die Innovationskraft und Kundenorientierung des Unternehmens beweist Scheuch einmal mehr mit dem Hallenklima-Management-Konzept „SPAC“ („Scheuch Plant Air Control“), das erstmals auf der LIGNA 2013 in Hannover präsentiert wurde.

Das in dieser Form einzigartige Konzept hat Scheuch als Mehrwertangebot zur klassischen Luft- und Abgasreinigung entwickelt, um seinen Kunden ein optimales Hallenklima für die Plattenproduktion zu gewährleisten und produktionsnachteilige Einflussfaktoren zu minimieren.

Mit dem Hallenklima-Management-Konzept können die zentralen Einflussgrößen des Hallenklimas zur Be- und Entlüftung von Produktionshallen (Neu- und Altanlagen) geregelt werden. Es gilt, die abge-saugte Luftmenge an den Emittenten gezielt zu steuern. Wie viel Zuluft an welcher Position und auf welche Art und Weise eingebracht werden muss, damit eine Konditionierung der Luft erfolgt, wird ge-nau eruiert. Dabei kann die durch Scheuch-Filter gereinigte Rückluft zum Großteil wiederverwendet und der energetische Prozess optimiert werden.

Eine Sache für Experten Die Grundlage des Konzepts ist eine gezielte Luftführung (z.B. Zuluftanlagen mit Wärmenutzung) und die Vermeidung diffuser Luftströmungen in der Produktionshalle. Parameter wie die Lufttemperatur und Inhaltsstoffe wie Staub oder flüchtige organische Stoffe (z.B. Formaldehyd) lassen sich kontrolliert steuern.

Um eine derartige Einflussnahme zu erreichen, bedarf es einschlägiger Produktionskenntnisse zur Herstellung von Holzwerkstoffen und Erfahrung bei Zuluftanlagen, über die Scheuch wie kein zweites Unternehmen verfügt und als Gesamtpaket inklusive Konzeption bzw. Planung, technische Lösung sowie individuelle Beratungs- und Serviceleistungen anbietet.

„Für ein ausgewogenes Hallenklima-Management in der Holzwerkstoffindustrie sind viele Aspekte wie Energie, Prozesstechnik und die Produktionshalle als Arbeitsplatz zu berücksichtigen, wofür es einen kompetenten Partner braucht, der die komplexen Zusammenhänge erkennt und geeignete Lösungen entwickeln kann“, erklärt Köck.

Mehrwert und Vorteile des Konzepts: Das Hallenklima-Management-Konzept von Scheuch bietet als Mehrwert ein optimales Hallenklima für die Plattenproduktion in Holzwerkstoffwerken und folgende Vorteile für den Betreiber:

Produktionsprozessunterstützung 
Entlang des Herstellungsprozesses gibt es eine Vielzahl variabler Einflussgrößen, die sich auf die Qualität des Endprodukts auswirken können. Stabile Produktionsbedingungen stellen daher eine wesentliche Grundlage für einen gut funktionierenden Produktionsprozess dar. Mit dem Hallenklima-Management-Konzept (SPAC) steht eine neue Konstante zur Verfügung, die einen weiteren Beitrag zur Prozessoptimierung (z.B. gleichbleibende und auf den jeweiligen Produktionsschritt abgestimmte Hallentemperatur) leistet. 

Stabile Produktionsbedingungen werden durch optimale und konstante Wärmeeinbringung und auf den jeweiligen Prozessabschnitt angepasste Luftströmungen erreicht. Dazu wird die Halle in drei Produktionsbereiche eingeteilt:

1. Beim Streuungs- bzw. Formungsbereich liegt der Fokus auf der Warmluftzuführung mit der die Ab-kühlung der Späne- oder Fasermatte eingedämmt werden soll. Zusätzlich wird äußeren Einflussfak-toren wie z.B. Temperaturveränderungen (z.B. Tag-Nacht, offene Tore, …) entgegengewirkt.

2. Im Bereich der Presse liegt das Augenmerk darauf, konstante Temperaturen beidseitig entlang der Presse zu gewährleisten, um das Risiko eines Stahlbandverlaufs einzudämmen.

3. Bei der Endfertigung wird der Abkühlungs- und Reifeprozess der Holzwerkstoffplatten neben der Absaugung durch eine gezielte Zulufteinbringung zur Be- und Entlüftung der Halle optimiert.

Arbeitnehmerschutz 
Neben stabilen Produktionsbedingungen unterstützt das Hallenklima-Management-Konzept (SPAC) den Arbeitnehmerschutz mit einer verbesserten Luftqualität und geringeren Arbeitsplatzkonzentration. Die Grundlage dafür ist in erster Line eine effiziente Erfassung der Pressendämpfe (siehe SAP-Sys-tem von Scheuch) sowie eine speziell angepasste Lufteinbringung. Hierfür kann die aus anderen Pro-duktionsbereichen durch Scheuch-Filteranlagen gereinigte Rückluft wiederverwendet werden, da diese einen Reststaubgehalt von < 0,1 mg/m3 gewährleisten können.  

Betriebssicherheit 
Im Bereich der Presse gilt es die Pressendämpfe ebenfalls direkt am Pressenspalt sicher zu erfassen und diffuse Luftströme aus anderen Bereichen durch einen kontrollierten Luftmengenaustausch zu vermeiden. Da ein Umluftbetrieb bei einer Pressenbrüdenabsaugung technisch nicht sinnvoll ist, be-darf es einer hohen, externen und konditionierten Zuluftmenge. Praxisanwendungen bestätigen hier zuvor umfangreich durchgeführte Strömungssimulationen (CFD-Analysen), die ergaben, dass eine gezielte Luftzuführung (z.B. um Luftkurzschlüsse zu vermeiden) unumgänglich ist. 

Effiziente Energienutzung 
Sämtliche bei der Plattenproduktion stattfindende thermische Teilprozesse werden auf Potenziale für eine Wärmerückkoppelung analysiert und im Rahmen des SPAC zum Ausgleich der Luftmengenbi-lanz für die einzelnen Bereiche in der Produktionshalle herangezogen. Dabei wird überwiegend nicht genutzte Abwärme aus dem Prozess verwertet. Im Fall, dass nicht ausreichende Energiepotenziale vorhanden sind, kommen ergänzend Systeme zur Warmlufterzeugung zum Einsatz. 

Durch ein ausgewogenes Hallenklima-Management lässt sich somit der Energiebedarf optimieren und es werden Energieverluste z.B. infolge eines willkürlichen Luftaustausches von warmer durch kalte Luft aus dem Außenbereich verhindert. 

„Das Hallenklima-Management-Konzept von Scheuch stellt eine neuen Konstante dar, die einen Bei-trag zur Prozessoptimierung unter Berücksichtigung der vorhandenen Energiepotenziale leistet und den Arbeitnehmerschutz sowie die Betriebssicherheit unterstützt“, betont Köck. 
Bild 1: SPAC-Gesamtkonzept für ein ausgewogenes Hallenklima-Management. 
Bild 2: CFD-Analyse V1-V2 – Ausgangssituation
Die Pfadlinien der Grafik illustrieren den Weg, welchen die Luft durch eine Holzwerkstoffproduktions-halle zurücklegt – vom Eintritt bis zur Absaugstelle. Die Farben kennzeichnen die verschiedenen Luft-strömungen, wobei Grün und Braun die kontrollierte Zuluft repräsentieren. 
Durch einen in der Halle vorhandenen Unterdruck entsteht eine zusätzliche unkontrollierte Zuluft, z.B. durch nicht geschlossene Tore oder Undichtigkeiten, ersichtlich durch die roten Strömungslinien. 
Ein Großteil dieser unkontrollierten Zuluft bewegt sich Richtung Hallenmitte. Somit kann nicht ausge-schlossen werden, dass Schmutzpartikel mit der Strömung zur Presse gelangen, was aber unbedingt vermieden werden muss und Ziel der Simulation ist.  
Bild 3: CFD-Analyse V4-V5 – nach Optimierung 
Diese Graphik stellt die bereits optimierten Luftströmungen in derselben Halle mit gleicher Undichtig-keit dar. Sie sind kontrolliert und gezielt gesteuert. Beim Pressenbereich in der Hallenmitte ist ein Luft-schleier deutlich erkennbar, der eine Verschmutzung der Presse mit Fremdpartikeln aus den angren-zenden Bereichen verhindert.

Scheuch GmbH, Weierfing 68, A-4971 Aurolzmünster, Tel.: +43 77 52 905-0, Fax: -65000, E-Mail: office@scheuch.com

Wir liefern Anlagen
für die Luftreinhaltung

Innovative Luft- und Umwelttechnik im industriellen Bereich ist seit über 50 Jahren die Domäne von Scheuch. Ob Absaugung, Entstaubung, Förderung, Rauchgasreinigung oder Anlagenbau, Scheuch ist Markt- und Kompetenzführer in vielen Bereichen und bietet seinen Kunden anwendungsspezifische und hochwertige Problemlösungen für ihre Luft- und Umweltthemen.