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SCR - Selective Catalytic Reduction

Die SCR-Technologie - Reduzierung von NOx

Zur Reduzierung von NOx hat Scheuch die SCR-Technologie optimiert und für die Zementindustrie anwendbar gemacht. Abhängig von der Anlagenkonfiguration steht entweder ein DeCONOxHigh-Dust, Semi-Dust oder Low-Dust SCR-System zur Verfügung, um sehr niedrige NOx Emissionswerte zu erreichen.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen deutlich, dass die Erkenntnisse der jeweiligen SCR Anlagenkonfigurationen aufgrund werkspezifischer Prozessparameter nicht auf jedes Zementwerk übertragen werden können. Ziel von Scheuch ist es daher, als kompetenter Lösungsanbieter zur NOx-Reduktion gemeinsam mit dem Kunden jeweils das richtige Verfahren zu entwickeln und schlüsselfertig – alles aus einer Hand – umzusetzen. Daher setzten wir von Anfang an auf verschiedene Technologien, um für jeden Anwendungsfall die bestmögliche Lösung anbieten zu können.

DeCONOx

Mit dem neuartigen Verfahren zur industriellen Abluftreinigung DeCONOx wird Energie aus schadstoffhaltiger Abluft genutzt, um neben Stickoxiden weitere Schadstoffe – wie organische Verbindungen – abzubauen. So kommt es zu deutlich verringerten Emissionen im industriellen Umfeld sowie zu einer Vermeidung unangenehmer Gerüche.

Da sich zudem die Restenergie in den Produktionsprozess zurückführen oder anderweitig verwerten lässt, wird damit auch ein wesentlicher Beitrag zur Energieeinsparung geleistet.

Mehr Informationen zu DeCONOx finden Sie hier.

High-Dust-SCR

Bei der High-Dust-Schaltung verlässt das Abgas aus dem Zementofen den Vorwärmer mit einer Temperatur von 300 - 380°C und hat damit ein ideales Temperaturniveau für die katalytische Entstickung. Je nach Anforderung können mehrere Katalysatorlagen in einem Reaktor eingebaut werden, um die geforderten Emissionsgrenzwerte einhalten zu können. Das staubhaltige Abgas (Staubgehalt bis zu 200 g/ Nm³) wird vertikal von oben nach unten geführt. Um ein Verstopfen der Kanäle zu verhindern, wird jede Katalysatorlage mit einem effizienten Reinigungskonzept im Betrieb gereinigt.

Die Nutzung des Temperaturniveaus macht eine Aufheizung des Abgases nicht notwendig und wirkt sich somit positiv auf die Betriebskosten aus.

Semi-Dust-SCR 

Nach den Erfahrungen und Erkenntnissen aus der High- und Low-Dust-Schaltung, die parallel zueinander in Pilotanlagen betrieben wurden, hat Scheuch die Semi-Dust-Variante abgeleitet. Bei diesem Verfahren wird dem Katalysator – direkt nach dem Wärmetauscher wie bei der High-Dust-Schaltung – ein Vorabscheider in Form eines Trocken-Elektrofilters für Temperaturen bis 400 ºC vorgeschaltet. Ein im Katalysatorsystem optional integrierter Verdampfungskühler stellt anschließend die maximale Filtereintrittstemperatur für das EMC-Schlauchfilter sicher.

Low-Dust-SCR 

Ein Großteil der Abgaswärme eines Zementwerks wird zur Trocknung von Roh- und Brennstoffen verwendet und verlässt das Ofenfilter mit einer Temperatur von 100 - 120°C. Die Temperatur der entstaubten Abgase ist meist zu gering, um im Katalysator die Abbaureaktionen ablaufen zu lassen. Dazu sind Temperaturen von 220 - 300°C erforderlich. Mit Wärmetauschern wird ein Teil der Energie, die zum Aufheizen verwendet werden muss, wieder zurückgewonnen. Im Normalbetrieb muss nur der Temperatur-verlust des Wärmetauschers mit einer externen Energiequelle (Wärmeverschiebung aus anderen Abgasströmen, Erdgasbrenner) kompensiert werden. 

Der Vorteil dieser Schaltungsvariante ist, dass wegen des staubfreien Abgases relativ kleine Katalysatorvolumina eingesetzt werden können. Wegen der fehlenden Staubbeladung ist mit einer langen Lebensdauer der Katalysatoren zu rechnen.

Video DeCONOx

Video High-Dust-SCR

Video Low-Dust-SCR

Semi-Dust-SCR-Anlage: Lafarge Perlmooser GmbH in Mannersdorf (AUT)
Unsere Lösungen
EMC-Technologie

EMC-Technologie

Energy Minimizing Concept

Die EMC-Filtertechnologie von Scheuch hat die Entstaubung in der Zementindustrie revolutioniert. Neue Standards konnten bei Schlauchlänge, Druckverlust, Abreinigungsdruck und Schlauchstandzeit geprägt werden. Das Ergebnis zeigt sich in einer deutlichen Reduzierung der Lebenszykluskosten (LCC). Dank des Patentes ist EMC einzigartig und gilt als Best Available Technology (BAT) bei Prozessfiltern – auch im Vergleich zu Elektro- und Reverse-Air-Filtern. Mehr als 200 installierte EMC-Anlagen innerhalb der ersten zehn Jahre unterstreichen die Überlegenheit dieser Technologie weltweit. 

Ausführungsmerkmale 

  • Volumenstrom bis 3.000.000 Bm³/h
  • Filterfläche bis 40.000 m²
  • Schlauchlänge bis 12 m und mehr
  • Staubmenge über 1.000 g/m³
  • Heißgasausführung bis 280 °C
IMPULS-Filter

Impuls-Filter

Hohe Abreinigungsleistung bei ausgezeichnetem Abscheidegrad

Das Scheuch-Impuls-Filter ist ein hochbelastbarer, filternder Abscheider, geeignet für hohe Abreinigungsleistung bei ausgezeichnetem Abscheidegrad. Es wird eingesetzt zur trockenen Abscheidung von Feststoffen, vorwiegend in den Bereichen Maschinen- und Arbeitsplatzabsaugung, bei der Materialrückgewinnung als Prozessfilter oder bei der Fördergutabscheidung. 

Das patentierte IMPULS-Abreinigungssystem

Durch die speziell geformten Doppeldüsen am Treibstrahlrohr reißt der gepulste Freistrahl aus der primären Druckluft bei seinem Weg zum Injektor umhüllendes Reingas mit. Beide Gasströme werden im Injektor durch Impulsaustausch gemischt und erfahren gleichzeitig eine wesentliche Druckerhöhung. Dies garantiert eine hohe Abreinigungseffizienz über die gesamte Schlauchlänge sowie eine geringere Abreinigungshäufigkeit der Filterschläuche.

Somit ist das seit Jahrzehnten bewährte IMPULS-Abreinigungssystem der Garant für niedrige Betriebskosten:

  • Geringer Druckluftverbrauch
  • Hohe Standzeiten der Filtermedien
  • Geringer Aufwand für Wartung und Instandhaltung
 
 
Radialventilator

Radialventilator

Richtiges Anlagenkonzept für perfekte Ventilatorspezifikation

Hohe Sicherheit und hohe Verfügbarkeit einer Anlage werden wesentlich von ihren Schlüsselkomponenten bestimmt. Der Radialventilator ist eine der Kernkomponenten jeder Absaug-, Entstaubungs-, Abgas-, Rauchgasreinigungs- und pneumatischen Förderanlage. Die Kundenanforderungen werden mit einer Qualität erfüllt, die eine störungsfreie Funktion und Leistung zwischen den Wartungsintervallen garantiert. 

Bauformen der Antriebe:

  • direkt über die Motorwelle 
  • über einen Riemen 
  • über Kupplung bis 1.000 kW 

Bei den Laufradformen unterscheiden wir ebenfalls drei Varianten:

  • Laufrad zur Förderung reiner Gase 
  • Laufrad zur Förderung stark staubhaltiger Gase und Späne 
  • Transport von faserigem Material 
 
 
Materialtransport/Förderanlage

Materialtransport/Förderorgane

Zuverlässig und sicher 

Die Förderorgane sind für die Verfügbarkeit und Betriebssicherheit der Entstaubungsanlagen genauso entscheidend wie die Ventilatoren und Filteranlagen. 

Alle Förderorgane können auch für den Einsatz in explosionsfähiger Staub-Atmosphäre gemäß der Richtlinie 94/9/EG (ATEX) ausgeführt werden. 

Mechanische Förderung 

Zellenradschleusen werden in der Zementindustrie als kontinuierliches Austragsgerät bzw. Dosiergerät unter leichtem Unter/-Überdruck als Luftabschluss eingesetzt. Der Vorteil von Zellenradschleusen liegt in der verhältnismäßig kleinen Baugröße bei großer, drehzahlabhängiger Förderleistung, dem Einsatz in verschiedenen Temperaturbereichen, bei unterschiedlichen Druckdifferenzen und relativ geringen Energiekosten. 

Zum kontinuierlichen Fördern von Schüttgütern werden Rohr- und Trogschnecken eingesetzt – für Durchsatzvolumen von 2 bis 500 m³/h. Die Schneckendurchmesser liegen zwischen 200 und 1.000 mm. 

Pneumatische Förderung - HD-Förderanlagen

Je länger die Material-Förderwege und je höher die Materialfrachten werden, umso mehr Kriterien sprechen für den Einsatz von HD-Anlagen. Die Hauptkomponenten sind das Drehkolbengebläse mit hohem Wirkungsgrad, Schleuse und Injektor. Im Zusammenspiel sichern diese auch bei hohen Materialmengen eine effiziente Förderung. HD-Anlagen sind prädestiniert für den Einsatz für Fördermengen von 1 - 100 t/h, Förderanlagen bis 1.500 m Reichweite und Nennweiten zwischen 88 und 500 mm. 

Materialaufgabestationen 

Die Materialaufgabestation besteht aus einer Schleuse mit einem direkt angebauten Injektor. Das Material wird über die Zellenradschleuse kontrolliert in die pneumatische Förderung aufgegeben. Bei schleißenden Materialien kann das System auch mit Spezialwerkstoffen ausgekleidet werden.

 

 

Elektrofilterumbau

Elektrofilterumbau

Schlauchfilter als State of the Art bei Ofenfiltern

Vor einigen Jahren wurden Ofen- und Klinkerkühlerfilter, zum Teil auch Zementmühlenfilter, fast ausschließlich als Elektrofilter (ESP) ausgeführt. Die gestiegenen Anforderungen in Bezug auf Emissionsgrenzwerte sowie hinsichtlich Betriebssicherheit und Verfügbarkeit sind mit diesem System jedoch nicht mehr zu erfüllen. Daher werden weltweit sukzessive Elektrofilter auf Schlauchfilter umgebaut, da diese einen wesentlich geringeren Reingasstaubgehalt mit konstantem Abscheidegrad im Vergleich zum Elektrofilter gewährleisten. 

Mit dem umfangreichen Scheuch-Baukastensystem an verschiedenen Filterkopfbreiten und Schlauchlängen lässt sich für jede Gehäuseabmessung das geeignete Modul finden, um die erforderliche Filterfläche zu erhalten. Bei Ausarbeitung des Engineering für den Umbau wird bei Bedarf eine CFD-Strömungsanalyse durchgeführt, um eine gleichmäßige Anströmung aller Filterschläuche zu gewährleisten.

Heute entscheiden sich die Kunden bei neuen Ofenfiltern fast ausschließlich für die Installation von Schlauchfiltern. Elektrofiltergehäuse sind in der Regel sehr hoch im Vergleich zum Schlauchfilter und daher prädestiniert für den Umbau auf EMC-Filter mit Schläuchen bis zu mittlerweile 12 m Länge. Der vorhandene Platz lässt sich gut ausnutzen, ohne das Gehäuse verlängern zu müssen. Das erspart Kosten und Montagezeit, da der Umbau meist während einer geplanten Revision erfolgen kann.

 

 

Frischluftkühlung

Frischluftkühlung

Kühlung des Abgases mit Frischluft

Alternativ zum Verdampfungskühler ist eine Gaskühlung mittels Frischluftbeimischung möglich. Dabei wird eine Mischkammer vorgesehen, in die Frischluft eingeblasen und dem Prozessgas beigemengt wird. Die Frischluft vermischt sich mit dem heißen Abgas und reduziert so die Temperatur. Der bauliche Aufwand ist im Vergleich zum Verdampfungskühler wesentlich geringer. Da aber der Volumenstrom steigt, ist die Filteranlage größer zu dimensionieren.

Verdampfungskühler

Verdampfungskühler

Verdampfungskühler „bottom-up“ oder „top-down“ 

Verdampfungskühler (VDK) werden vor allem in der Zementindustrie eingesetzt, wenn heißes Prozessgas aus dem Vorwärmeturm direkt auf die Filtereintrittstemperatur abgekühlt werden soll.

Die treibende Kraft der Verdampfung ist die Temperatur des Abgases. Das bedeutet, dass bei vergleichbaren Wärmeleistungen ein VDK bei niedrigeren Temperaturen in der Regel bedeutend größer dimensioniert werden muss als bei höheren Temperaturen. Das Kühlwasser wird in den Scheuch-Verdampfungskühlern entweder in Einstoffdüsen oder mittels Druckluftzerstäubung (Zweistoffdüsen) verdüst. Die Durchströmung erfolgt vorzugsweise vertikal, je nach Anwendung bzw. Einplanungserfordernissen strömt das Abgas von oben nach unten („top-down“) oder von unten nach oben („bottom-up“).

High-Dust SCR

High-Dust SCR

Positiv für Betriebskosten

Bei der High-Dust-Schaltung verlässt das Abgas aus dem Zementofen den Vorwärmer mit einer Temperatur von 300 - 380°C und hat damit ein ideales Temperaturniveau für die katalytische Entstickung. Je nach Anforderung können mehrere Katalysatorlagen in einem Reaktor eingebaut werden, um die geforderten Emissionsgrenzwerte einhalten zu können. Das staubhaltige Abgas (Staubgehalt bis zu 200 g/ Nm³) wird vertikal von oben nach unten geführt. Um ein Verstopfen der Kanäle zu verhindern, wird jede Katalysatorlage mit einem effizienten Reinigungskonzept im Betrieb gereinigt.

Die Nutzung des Temperaturniveaus macht eine Aufheizung des Abgases nicht notwendig und wirkt sich somit positiv auf die Betriebskosten aus.

Semi-Dust SCR

Semi-Dust SCR

Vorschaltung eines Trocken-Elektrofilters 

Nach den Erfahrungen und Erkenntnissen aus der High- und Low-Dust-Schaltung, die parallel zueinander in Pilotanlagen betrieben wurden, hat Scheuch die Semi-Dust-Variante abgeleitet. Bei diesem Verfahren wird dem Katalysator – direkt nach dem Wärmetauscher wie bei der High-Dust-Schaltung – ein Vorabscheider in Form eines Trocken-Elektrofilters für Temperaturen bis 400 ºC vorgeschaltet. Ein im Katalysatorsystem optional integrierter Verdampfungskühler stellt anschließend die maximale Filtereintrittstemperatur für das EMC-Schlauchfilter sicher.

Low-Dust SCR

Low-Dust SCR

Kleine Katalysatorvolumina 

Ein Großteil der Abgaswärme eines Zementwerks wird zur Trocknung von Roh- und Brennstoffen verwendet und verlässt das Ofenfilter mit einer Temperatur von 100 - 250°C. Die Temperatur der entstaubten Abgase ist meist zu gering, um im Katalysator die Abbaureaktionen ablaufen zu lassen. Dazu sind Temperaturen von 220 - 300°C erforderlich. Mit Wärmetauschern wird ein Teil der Energie, die zum Aufheizen verwendet werden muss, wieder zurückgewonnen. Im Normalbetrieb muss nur der Temperatur-verlust des Wärmetauschers mit einer externen Energiequelle (Wärmeverschiebung aus anderen Abgasströmen, Erdgasbrenner) kompensiert werden. 

Der Vorteil dieser Schaltungsvariante ist, dass wegen des staubfreien Abgases relativ kleine Katalysatorvolumina eingesetzt werden können. Wegen der fehlenden Staubbeladung ist mit einer langen Lebensdauer der Katalysatoren zu rechnen.

 
 
DeCONOx

Deconox

Gleichzeitige Reduktion von Stickoxiden und organischen Kohlenstoffverbindungen

Das Verfahren DeCONOx ist die Kombination einer regenerativen, thermischen Oxidation (RTO) mit einer Low-Dust-SCR. Es vereint diese zwei erprobten Technologien in einem System.

Mit DeCONOx können Stickoxide und organische Kohlenstoffverbindungen gleichzeitig reduziert werden. Der Abbau von NOx erfolgt durch katalytische Reduktion mittels Ammoniak, der Abbau von Kohlenstoffverbindungen durch Verbrennung (thermische Oxidation in der Brennkammer). Die bei der Nachverbrennung entstehende Wärme deckt zumindest teilweise den thermischen Energiebedarf für die Entstickung, der zur Wiederaufheizung des Rauchgases auf die erforderliche Betriebstemperatur des Katalysators notwendig ist. Dadurch verringert sich der Energieaufwand des DeCONOx-Verfahrens im Vergleich zu einer Low-Dust-SCR deutlich.

Trockensorption

Trockensorption

Sorptionsverfahren zur zusätzlichen Schadstoffabscheidung

Bei der energetischen Verwertung von belasteten Primär- oder Sekundärbrennstoffen kommen eigenentwickelte Adsorptionssysteme bei der Reinigung der Abgase zur Anwendung.

Das Verfahren der Trockensorption ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Adsorbens – allgemein meist als Additiv bezeichnet – in Form eines fein dispersen Feststoffes im Abgasstrom dispergiert wird. Die im Abgas befindlichen Luftschadstoffe werden an der inneren und äußeren Phasengrenzfläche des Additivs durch Chemie- bzw. Physisorption abgeschieden. Die dabei entstandenen Reaktionsprodukte trennt ein nachgeschalteter Entstauber, bevorzugt ein Gewebefilter, aus dem Abgasstrom. Der Vorgang der Schadstoffabscheidung beginnt dabei bereits unmittelbar nach der Additivaufgabe.

Referenzen

Weltweit erste Semi-Dust-Großanlage

Lafarge, Mannersdorf (A)

Das neue SCR-Verfahren – „Semi-Dust-Rohgasschaltung“ – zur NOx- Abscheidung wurde von Scheuch bei der Lafarge Perlmooser GmbH in Mannersdorf/Österreich 2013 umgesetzt. Weltweit handelt es sich dabei um die erste großtechnische Anwendung ihrer Art in der Zementindustrie. Ausgelegt ist diese Anlage für einen NOx-Grenzwert von 200 mg/Nm³.

Anlagenkonzept

Das Ofenabgas wird in einem Hochtemperatur-Trocken-Elektrofilter vorentstaubt und anschließend über den 2-lagigen Katalysator geführt. Durch die Integration eines Verdampfungskühlers unterhalb des Katalysators zur Abgaskühlung ist die im Direktbetrieb erforderliche Filtereintrittstemperatur gewährleistet. Der im Trocken-Elektrofilter abgeschiedene Staub wird mittels einer pneumatischen Staubförderpumpe wieder dem Abgasstrom zugeführt.

In regelmäßigen Abständen wurde der Katalysator beobachtet, um die Effektivität des Abreinigungssystems zu überprüfen und die Funktionstüchtigkeit der An- und Abfahrprozedur sicherzustellen. Nach den positiven Ergebnissen in dieser Phase konnte der vorgesehene Performance-Test über einen Zeitraum von zwei Wochen durchgeführt werden. Dabei war die Einhaltung der vertraglich fixierten Parameter zu überprüfen. Bei der NOx-Abscheidung wurde der vorgegebene Wert von 200 mg/Nm³ dauerhaft eingehalten, auf der Betriebskostenseite konnten die Werte hinsichtlich Energie- und Harnstoffverbrauch sogar unterschritten werden. Anlagen- und prozessspezifische Parameter verursachen schwierige Staubeigenschaften (z.B. einen sehr hohen Staubwiderstand) und beeinträchtigen die Performance bei der Vorabscheidung durch das Elektrofilter. In der Folge steigt die Staubbelastung für die Katalysatorelemente und mindert die Effektivität der Abreinigung. Die Verfügbarkeit der Anlage ist derzeit noch nicht zufriedenstellend, daher sind weitere Schritte zur Optimierung nötig, erste Lösungsansätze sind erarbeitet.

Aufgrund des guten Abscheidegrades der SCR-Anlage (Feinentstickung) – der geforderte Reingaswert wird alleine mit dieser Anlage erreicht – ist die vorhandene SNCR-Anlage zur Vorentstickung nicht mehr erforderlich. Daraus resultiert eine weitere beträchtliche Einsparung bei den Betriebskosten. Erste Katalysator-Analysen deuten auf einen relativ geringen Aktivitätsverlust hin, genauere Aussagen sind allerdings erst nach längeren Betriebszeiten möglich. Ein positiver Nebeneffekt bei dieser Semi-Dust-Schaltung: Gleichzeitig abgebaut werden eventuell vorhandene organische Verbindungen.

Energieeffiziente Klinker-kühlerentstaubung

Holcim AG, Untervaz (CH)

Im April dieses Jahres ging bei der Holcim (Schweiz) AG in Untervaz eine EMC-Filteranlage mit vorgeschaltetem Luft/Luft-Wärmetauscher (inkl. gelieferter Scheuch-Axialventilatoren zur Frischluftzuführung) in Betrieb.

Eine spezielle Herausforderung war, die kompakte Bauweise der Gesamtanlage zu realisieren und zudem einen wartungsfreundlichen Zugang zu den Axialventilatoren zu gewähren. Um dieser Anforderung gerecht zu werden, wurde eine spezielle Anordnung der Scheuch-Axialventilatoren gewählt sowie die Kühlluft über Umlenkhauben durch den Luft/Luft-Wärmetauscher geführt. In dieser Konfiguration ist der Wärmetauscher in der Lage, die Filtereintrittstemperatur konstant bei 120 °C zu halten. Dies erlaubt den Einsatz wesentlich wirtschaftlicherer Filtermedien. Eine zusätzliche Besonderheit der Anlage ist die Nutzung der Abluftwärme aus dem neuen Klinkerkühler über einen Bypass in der Rohgasleitung. In diesem Betriebszustand fungiert der Luft/Luft-Wärmetauscher als zusätzliche Kühlstufe, um bei Ausfall oder im Upsetbetrieb den Filter vor unzulässig hohen Temperaturen zu schützen.

Für diese regenerative Abwärmenutzung durch Wärmeauskopplung ist eine theoretische Wärmeleistung von mehr als 5 Megawatt [MW] möglich.

Klinkerkühler-Entstaubung: Erstes Projekt zur Abwärmenutzung ist realisiert

Zementwerk Leube GmbH, St. Leonhard (A)

Seit vielen Jahren legt Scheuch großen Wert auf die Betriebskostenoptimierung im Rahmen der Lebenszykluskosten einer Anlage. So rückte der Energieaspekt bezüglich Einsparung, Minimierung und Rückgewinnung immer mehr in den Mittelpunkt. Das Resultat ist ein neues Konzept zur Abwärmenutzung bei der Klinkerkühlerentstaubung.

Das Projekt

Das Zementwerk LEUBE GmbH investierte am Standort Gartenau / St. Leonhard / Österreich 31 Mio. Euro in die Modernisierung der Klinkerproduktion. Scheuch lieferte dazu die Entstaubungsanlage mit dem neuen Abwärmenutzungskonzept. Über den Luft/Öl-Wärmetauscher werden zukünftig 1,3 MW an sonst ungenützter Wärme zur Schwerölvorwärmung und Raumheizung zur Verfügung stehen.

Eingesetzt werden ein EMC-Filter für rund 150.000 Bm³/h, ein Luft/Luft-Wärmetauscher zur Kühlung des Abgases auf max. 130 °C sowie ein Luft/Öl-Wärmetauscher zur Übertragung der Wärme aus der Kühlluft in den Thermoölkreislauf.

Die Ergebnisse

Projektleiter Klaus Czepl bewertet die neue Installation und den Nutzen der Wärmeauskopplung wie folgt: „Bereits nach den ersten Wochen Betriebserfahrung können wir bestätigen, dass das Kühlsystem mit der Wärmeauskopplung sehr stabil läuft und die berechnete Wärmemenge von rund 1,3 MW zurückgewonnen werden kann. In der ersten Phase nutzen wir jetzt rund 800 kW für die Vorwärmung des Schweröls. Die Adaption zur Gebäudeheizung wird noch umgesetzt. Obwohl wir erst die Hälfte der Wärmemenge nutzen, amortisieren sich die gesamten Mehrkosten für die Wärmeauskopplung deutlich unter einem Jahr. Für den Klinkerherstellungsprozess ist sehr von Vorteil, dass die Entstaubungsanlage – Kühler und EMC-Filteranlage - keine Druckschwankungen verursacht. Das Differenzdruckverhalten ist sehr gleichmäßig – absolut stabil. Der Ofenkopfdruck lässt sich somit sehr gut regeln. Mit dem technischen Konzept und der Performance der Anlage sind wir sehr zufrieden.“

Kontakt

Gabriele Weirathmüller
Sekretariat Tel.: +43 7752 905-5547
Fax.: +43 7752 905-65547

g.weirathmueller@scheuch.com

Alois Hermandinger
Head of Business Unit Industrial Minerals Tel.: +43 7752 905-5200
Fax.: +43 7752 905-65200

a.hermandinger@scheuch.com

Georg Lechner
Head of Sales Industrial Minerals Industry Tel.: +43 7752 905-5138
Fax.: +43 7752 905-65138

g.lechner@scheuch.com

Barbara Gehmaier
Ersatzteile Tel.: +43 7752 905-5538
Fax.: +43 7752 905-65538

b.gehmaier@scheuch.com

Camilo Buitrago
Verkauf Tel.: +43 7752 905-5586
Fax.: +43 7752 905-65586

c.buitrago@scheuch.com

Andreas Renetzeder
Verkauf Tel.: +43 7752 905-5549
Fax.: +43 7752 905-65549

a.renetzeder@scheuch.com

Gerhard Haslinger
Verkauf Tel.: +43 7752 905-5204
Fax.: +43 7752 905-65204

g.haslinger@scheuch.com

Herbert Scheuringer
Verkauf Tel.: +43 7752 905-5163
Fax.: +43 7752 905-65163

h.scheuringer@scheuch.com

Wilhelm Aigner
Verkauf Tel.: +43 7752 905-5154
Fax.: +43 7752 905-65154

w.aigner@scheuch.com

Ruggero Baldi
Verkauf Italy Office Tel.: +39 2 834205-60
Fax.: +39 2 834205-62
Mobil: +39 366 4719352

r.baldi@scheuch.com

Uwe Neumann
Verkauf North Germany Office Tel.: +49 5043 98907-4214
Fax.: +49 5043 98907-4210

u.neumann@scheuch.com

Scheuch GmbH, Weierfing 68, A-4971 Aurolzmünster, Tel.: +43 77 52 905-0, Fax: -65000, E-Mail: office@scheuch.com

Wir liefern Anlagen
für die Luftreinhaltung

Innovative Luft- und Umwelttechnik im industriellen Bereich ist seit über 50 Jahren die Domäne von Scheuch. Ob Absaugung, Entstaubung, Förderung, Rauchgasreinigung oder Anlagenbau, Scheuch ist Markt- und Kompetenzführer in vielen Bereichen und bietet seinen Kunden anwendungsspezifische und hochwertige Problemlösungen für ihre Luft- und Umweltthemen.