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Förderwegeentstaubung

Entstaubungslösungen für Förderwege

Bei den sogenannten Nebenaggregaten - wie bei Transport und Lagerung - kommt es ebenso zu beträchtlichen Staubentwicklungen, für die mit der gleichen Sorgfalt die Entstaubungsanlagen ausgewählt und abgestimmt werden sollten. Der Trend der Entwicklung geht hierbei zu dezentralen, kompakten und direkt an der Emissionsquelle installierten Entstaubungslösungen.

Unsere Lösungen
IMPULS-Filter

Impuls-Filter

Hohe Abreinigungsleistung bei ausgezeichnetem Abscheidegrad

Das Scheuch-Impuls-Filter ist ein hochbelastbarer, filternder Abscheider, geeignet für hohe Abreinigungsleistung bei ausgezeichnetem Abscheidegrad. Es wird eingesetzt zur trockenen Abscheidung von Feststoffen, vorwiegend in den Bereichen Maschinen- und Arbeitsplatzabsaugung, bei der Materialrückgewinnung als Prozessfilter oder bei der Fördergutabscheidung. 

Das patentierte IMPULS-Abreinigungssystem

Durch die speziell geformten Doppeldüsen am Treibstrahlrohr reißt der gepulste Freistrahl aus der primären Druckluft bei seinem Weg zum Injektor umhüllendes Reingas mit. Beide Gasströme werden im Injektor durch Impulsaustausch gemischt und erfahren gleichzeitig eine wesentliche Druckerhöhung. Dies garantiert eine hohe Abreinigungseffizienz über die gesamte Schlauchlänge sowie eine geringere Abreinigungshäufigkeit der Filterschläuche.

Somit ist das seit Jahrzehnten bewährte IMPULS-Abreinigungssystem der Garant für niedrige Betriebskosten:

  • Geringer Druckluftverbrauch
  • Hohe Standzeiten der Filtermedien
  • Geringer Aufwand für Wartung und Instandhaltung
 
 
Radialventilator

Radialventilator

Richtiges Anlagenkonzept für perfekte Ventilatorspezifikation

Hohe Sicherheit und hohe Verfügbarkeit einer Anlage werden wesentlich von ihren Schlüsselkomponenten bestimmt. Der Radialventilator ist eine der Kernkomponenten jeder Absaug-, Entstaubungs-, Abgas-, Rauchgasreinigungs- und pneumatischen Förderanlage. Die Kundenanforderungen werden mit einer Qualität erfüllt, die eine störungsfreie Funktion und Leistung zwischen den Wartungsintervallen garantiert. 

Bauformen der Antriebe:

  • direkt über die Motorwelle 
  • über einen Riemen 
  • über Kupplung bis 1.000 kW 

Bei den Laufradformen unterscheiden wir ebenfalls drei Varianten:

  • Laufrad zur Förderung reiner Gase 
  • Laufrad zur Förderung stark staubhaltiger Gase und Späne 
  • Transport von faserigem Material 
 
 
Materialtransport/Förderorgane

Materialtransport/Förderorgane

Zuverlässig und sicher 

Die Förderorgane sind für die Verfügbarkeit und Betriebssicherheit der Entstaubungsanlagen genauso entscheidend wie die Ventilatoren und Filteranlagen. 

Alle Förderorgane können auch für den Einsatz in explosionsfähiger Staub-Atmosphäre gemäß der Richtlinie 94/9/EG (ATEX) ausgeführt werden. 

Mechanische Förderung 

Zellenradschleusen werden in der Zementindustrie als kontinuierliches Austragsgerät bzw. Dosiergerät unter leichtem Unter/-Überdruck als Luftabschluss eingesetzt. Der Vorteil von Zellenradschleusen liegt in der verhältnismäßig kleinen Baugröße bei großer, drehzahlabhängiger Förderleistung, dem Einsatz in verschiedenen Temperaturbereichen, bei unterschiedlichen Druckdifferenzen und relativ geringen Energiekosten. 

Zum kontinuierlichen Fördern von Schüttgütern werden Rohr- und Trogschnecken eingesetzt – für Durchsatzvolumen von 2 bis 500 m³/h. Die Schneckendurchmesser liegen zwischen 200 und 1.000 mm. 

Pneumatische Förderung - HD-Förderanlagen

Je länger die Material-Förderwege und je höher die Materialfrachten werden, umso mehr Kriterien sprechen für den Einsatz von HD-Anlagen. Die Hauptkomponenten sind das Drehkolbengebläse mit hohem Wirkungsgrad, Schleuse und Injektor. Im Zusammenspiel sichern diese auch bei hohen Materialmengen eine effiziente Förderung. HD-Anlagen sind prädestiniert für den Einsatz für Fördermengen von 1 - 100 t/h, Förderanlagen bis 1.500 m Reichweite und Nennweiten zwischen 88 und 500 mm. 

Materialaufgabestationen 

Die Materialaufgabestation besteht aus einer Schleuse mit einem direkt angebauten Injektor. Das Material wird über die Zellenradschleuse kontrolliert in die pneumatische Förderung aufgegeben. Bei schleißenden Materialien kann das System auch mit Spezialwerkstoffen ausgekleidet werden.

 

 

Referenzen

Weltweit erste Semi-Dust-Großanlage

Lafarge, Mannersdorf (A)

Das neue SCR-Verfahren – „Semi-Dust-Rohgasschaltung“ – zur NOx- Abscheidung wurde von Scheuch bei der Lafarge Perlmooser GmbH in Mannersdorf/Österreich 2013 umgesetzt. Weltweit handelt es sich dabei um die erste großtechnische Anwendung ihrer Art in der Zementindustrie. Ausgelegt ist diese Anlage für einen NOx-Grenzwert von 200 mg/Nm³.

Anlagenkonzept

Das Ofenabgas wird in einem Hochtemperatur-Trocken-Elektrofilter vorentstaubt und anschließend über den 2-lagigen Katalysator geführt. Durch die Integration eines Verdampfungskühlers unterhalb des Katalysators zur Abgaskühlung ist die im Direktbetrieb erforderliche Filtereintrittstemperatur gewährleistet. Der im Trocken-Elektrofilter abgeschiedene Staub wird mittels einer pneumatischen Staubförderpumpe wieder dem Abgasstrom zugeführt.

In regelmäßigen Abständen wurde der Katalysator beobachtet, um die Effektivität des Abreinigungssystems zu überprüfen und die Funktionstüchtigkeit der An- und Abfahrprozedur sicherzustellen. Nach den positiven Ergebnissen in dieser Phase konnte der vorgesehene Performance-Test über einen Zeitraum von zwei Wochen durchgeführt werden. Dabei war die Einhaltung der vertraglich fixierten Parameter zu überprüfen. Bei der NOx-Abscheidung wurde der vorgegebene Wert von 200 mg/Nm³ dauerhaft eingehalten, auf der Betriebskostenseite konnten die Werte hinsichtlich Energie- und Harnstoffverbrauch sogar unterschritten werden. Anlagen- und prozessspezifische Parameter verursachen schwierige Staubeigenschaften (z.B. einen sehr hohen Staubwiderstand) und beeinträchtigen die Performance bei der Vorabscheidung durch das Elektrofilter. In der Folge steigt die Staubbelastung für die Katalysatorelemente und mindert die Effektivität der Abreinigung. Die Verfügbarkeit der Anlage ist derzeit noch nicht zufriedenstellend, daher sind weitere Schritte zur Optimierung nötig, erste Lösungsansätze sind erarbeitet.

Aufgrund des guten Abscheidegrades der SCR-Anlage (Feinentstickung) – der geforderte Reingaswert wird alleine mit dieser Anlage erreicht – ist die vorhandene SNCR-Anlage zur Vorentstickung nicht mehr erforderlich. Daraus resultiert eine weitere beträchtliche Einsparung bei den Betriebskosten. Erste Katalysator-Analysen deuten auf einen relativ geringen Aktivitätsverlust hin, genauere Aussagen sind allerdings erst nach längeren Betriebszeiten möglich. Ein positiver Nebeneffekt bei dieser Semi-Dust-Schaltung: Gleichzeitig abgebaut werden eventuell vorhandene organische Verbindungen.

Energieeffiziente Klinker-kühlerentstaubung

Holcim AG, Untervaz (CH)

Im April dieses Jahres ging bei der Holcim (Schweiz) AG in Untervaz eine EMC-Filteranlage mit vorgeschaltetem Luft/Luft-Wärmetauscher (inkl. gelieferter Scheuch-Axialventilatoren zur Frischluftzuführung) in Betrieb.

Eine spezielle Herausforderung war, die kompakte Bauweise der Gesamtanlage zu realisieren und zudem einen wartungsfreundlichen Zugang zu den Axialventilatoren zu gewähren. Um dieser Anforderung gerecht zu werden, wurde eine spezielle Anordnung der Scheuch-Axialventilatoren gewählt sowie die Kühlluft über Umlenkhauben durch den Luft/Luft-Wärmetauscher geführt. In dieser Konfiguration ist der Wärmetauscher in der Lage, die Filtereintrittstemperatur konstant bei 120 °C zu halten. Dies erlaubt den Einsatz wesentlich wirtschaftlicherer Filtermedien. Eine zusätzliche Besonderheit der Anlage ist die Nutzung der Abluftwärme aus dem neuen Klinkerkühler über einen Bypass in der Rohgasleitung. In diesem Betriebszustand fungiert der Luft/Luft-Wärmetauscher als zusätzliche Kühlstufe, um bei Ausfall oder im Upsetbetrieb den Filter vor unzulässig hohen Temperaturen zu schützen.

Für diese regenerative Abwärmenutzung durch Wärmeauskopplung ist eine theoretische Wärmeleistung von mehr als 5 Megawatt [MW] möglich.

Klinkerkühler-Entstaubung: Erstes Projekt zur Abwärmenutzung ist realisiert

Zementwerk Leube GmbH, St. Leonhard (A)

Seit vielen Jahren legt Scheuch großen Wert auf die Betriebskostenoptimierung im Rahmen der Lebenszykluskosten einer Anlage. So rückte der Energieaspekt bezüglich Einsparung, Minimierung und Rückgewinnung immer mehr in den Mittelpunkt. Das Resultat ist ein neues Konzept zur Abwärmenutzung bei der Klinkerkühlerentstaubung.

Das Projekt

Das Zementwerk LEUBE GmbH investierte am Standort Gartenau / St. Leonhard / Österreich 31 Mio. Euro in die Modernisierung der Klinkerproduktion. Scheuch lieferte dazu die Entstaubungsanlage mit dem neuen Abwärmenutzungskonzept. Über den Luft/Öl-Wärmetauscher werden zukünftig 1,3 MW an sonst ungenützter Wärme zur Schwerölvorwärmung und Raumheizung zur Verfügung stehen.

Eingesetzt werden ein EMC-Filter für rund 150.000 Bm³/h, ein Luft/Luft-Wärmetauscher zur Kühlung des Abgases auf max. 130 °C sowie ein Luft/Öl-Wärmetauscher zur Übertragung der Wärme aus der Kühlluft in den Thermoölkreislauf.

Die Ergebnisse

Projektleiter Klaus Czepl bewertet die neue Installation und den Nutzen der Wärmeauskopplung wie folgt: „Bereits nach den ersten Wochen Betriebserfahrung können wir bestätigen, dass das Kühlsystem mit der Wärmeauskopplung sehr stabil läuft und die berechnete Wärmemenge von rund 1,3 MW zurückgewonnen werden kann. In der ersten Phase nutzen wir jetzt rund 800 kW für die Vorwärmung des Schweröls. Die Adaption zur Gebäudeheizung wird noch umgesetzt. Obwohl wir erst die Hälfte der Wärmemenge nutzen, amortisieren sich die gesamten Mehrkosten für die Wärmeauskopplung deutlich unter einem Jahr. Für den Klinkerherstellungsprozess ist sehr von Vorteil, dass die Entstaubungsanlage – Kühler und EMC-Filteranlage - keine Druckschwankungen verursacht. Das Differenzdruckverhalten ist sehr gleichmäßig – absolut stabil. Der Ofenkopfdruck lässt sich somit sehr gut regeln. Mit dem technischen Konzept und der Performance der Anlage sind wir sehr zufrieden.“

Kontakt

Gabriele Weirathmüller
Secretary
Industrial Minerals Industry

Tel.: +43 7752 905-5547
Fax.: +43 7752 905-65547

g.weirathmueller@scheuch.com

Alois Hermandinger
Head of Business Unit
Industrial Minerals

Tel.: +43 7752 905-5547
Fax.: +43 7752 905-65547

Georg Lechner
Head of Sales
Industrial Minerals Industry

Tel.: +43 7752 905-5138
Fax.: +43 7752 905-65138

g.lechner@scheuch.com

Ruggero Baldi
Senior Sales Manager
Italy Office

Tel.: +39 2 834205-60
Fax.: +39 2 834205-62
Mobil: +39 366 4719352

r.baldi@scheuch.com

Uwe Neumann
Head of Sales Office and Senior Sales Manager
Industrial Minerals Industry
North Germany Office

Tel.: +49 5043 98907-4214
Fax.: +49 5043 98907-4210

u.neumann@scheuch.com

Scheuch GmbH, Weierfing 68, A-4971 Aurolzmünster, Tel.: +43 77 52 905-0, Fax: -65000, E-Mail: office@scheuch.com

Wir liefern Anlagen
für die Luftreinhaltung

Innovative Luft- und Umwelttechnik im industriellen Bereich ist seit über 50 Jahren die Domäne von Scheuch. Ob Absaugung, Entstaubung, Förderung, Rauchgasreinigung oder Anlagenbau, Scheuch ist Markt- und Kompetenzführer in vielen Bereichen und bietet seinen Kunden anwendungsspezifische und hochwertige Problemlösungen für ihre Luft- und Umweltthemen.