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Steine-Erden Industrie

Steine-Erden-Industrie

Mit einem kompletten Produktprogramm und jahrzehntelanger Erfahrung kann Scheuch die Entstaubungsprobleme in der Steine-Erden-Industrie wirtschaftlich und zuverlässig lösen. Das Leistungsspektrum reicht von 1.000 m³/h bis über 2 Mio. m³/h. Ein durchdachtes Modulsystem mit verschiedenen Bauformen gestattet alle Anwendungen, vom Siloaufsatzfilter bis zur Drehrohrofenentstaubung in der 

  • Zementindustrie
  • Kalkindustrie
  • Gipsindustrie
  • Grund- und Baustoffindustrie 

Insbesondere mit der EMC-Filtertechnologie konnte im letzten Jahrzehnt bei der Ofen-, Klinkerkühler-, Mühlen- und Chlor-Bypassentstaubung der Stand der Technik maßgeblich geprägt werden.

Referenzen

Weltweit erste Semi-Dust-Großanlage

Lafarge, Mannersdorf (A)

Das neue SCR-Verfahren – „Semi-Dust-Rohgasschaltung“ – zur NOx- Abscheidung wurde von Scheuch bei der Lafarge Perlmooser GmbH in Mannersdorf/Österreich 2013 umgesetzt. Weltweit handelt es sich dabei um die erste großtechnische Anwendung ihrer Art in der Zementindustrie. Ausgelegt ist diese Anlage für einen NOx-Grenzwert von 200 mg/Nm³.

Anlagenkonzept

Das Ofenabgas wird in einem Hochtemperatur-Trocken-Elektrofilter vorentstaubt und anschließend über den 2-lagigen Katalysator geführt. Durch die Integration eines Verdampfungskühlers unterhalb des Katalysators zur Abgaskühlung ist die im Direktbetrieb erforderliche Filtereintrittstemperatur gewährleistet. Der im Trocken-Elektrofilter abgeschiedene Staub wird mittels einer pneumatischen Staubförderpumpe wieder dem Abgasstrom zugeführt.

In regelmäßigen Abständen wurde der Katalysator beobachtet, um die Effektivität des Abreinigungssystems zu überprüfen und die Funktionstüchtigkeit der An- und Abfahrprozedur sicherzustellen. Nach den positiven Ergebnissen in dieser Phase konnte der vorgesehene Performance-Test über einen Zeitraum von zwei Wochen durchgeführt werden. Dabei war die Einhaltung der vertraglich fixierten Parameter zu überprüfen. Bei der NOx-Abscheidung wurde der vorgegebene Wert von 200 mg/Nm³ dauerhaft eingehalten, auf der Betriebskostenseite konnten die Werte hinsichtlich Energie- und Harnstoffverbrauch sogar unterschritten werden. Anlagen- und prozessspezifische Parameter verursachen schwierige Staubeigenschaften (z.B. einen sehr hohen Staubwiderstand) und beeinträchtigen die Performance bei der Vorabscheidung durch das Elektrofilter. In der Folge steigt die Staubbelastung für die Katalysatorelemente und mindert die Effektivität der Abreinigung. Die Verfügbarkeit der Anlage ist derzeit noch nicht zufriedenstellend, daher sind weitere Schritte zur Optimierung nötig, erste Lösungsansätze sind erarbeitet.

Aufgrund des guten Abscheidegrades der SCR-Anlage (Feinentstickung) – der geforderte Reingaswert wird alleine mit dieser Anlage erreicht – ist die vorhandene SNCR-Anlage zur Vorentstickung nicht mehr erforderlich. Daraus resultiert eine weitere beträchtliche Einsparung bei den Betriebskosten. Erste Katalysator-Analysen deuten auf einen relativ geringen Aktivitätsverlust hin, genauere Aussagen sind allerdings erst nach längeren Betriebszeiten möglich. Ein positiver Nebeneffekt bei dieser Semi-Dust-Schaltung: Gleichzeitig abgebaut werden eventuell vorhandene organische Verbindungen.

Energieeffiziente Klinker-kühlerentstaubung

Holcim AG, Untervaz (CH)

Im April dieses Jahres ging bei der Holcim (Schweiz) AG in Untervaz eine EMC-Filteranlage mit vorgeschaltetem Luft/Luft-Wärmetauscher (inkl. gelieferter Scheuch-Axialventilatoren zur Frischluftzuführung) in Betrieb.

Eine spezielle Herausforderung war, die kompakte Bauweise der Gesamtanlage zu realisieren und zudem einen wartungsfreundlichen Zugang zu den Axialventilatoren zu gewähren. Um dieser Anforderung gerecht zu werden, wurde eine spezielle Anordnung der Scheuch-Axialventilatoren gewählt sowie die Kühlluft über Umlenkhauben durch den Luft/Luft-Wärmetauscher geführt. In dieser Konfiguration ist der Wärmetauscher in der Lage, die Filtereintrittstemperatur konstant bei 120 °C zu halten. Dies erlaubt den Einsatz wesentlich wirtschaftlicherer Filtermedien. Eine zusätzliche Besonderheit der Anlage ist die Nutzung der Abluftwärme aus dem neuen Klinkerkühler über einen Bypass in der Rohgasleitung. In diesem Betriebszustand fungiert der Luft/Luft-Wärmetauscher als zusätzliche Kühlstufe, um bei Ausfall oder im Upsetbetrieb den Filter vor unzulässig hohen Temperaturen zu schützen.

Für diese regenerative Abwärmenutzung durch Wärmeauskopplung ist eine theoretische Wärmeleistung von mehr als 5 Megawatt [MW] möglich.

Klinkerkühler-Entstaubung: Erstes Projekt zur Abwärmenutzung ist realisiert

Zementwerk Leube GmbH, St. Leonhard (A)

Seit vielen Jahren legt Scheuch großen Wert auf die Betriebskostenoptimierung im Rahmen der Lebenszykluskosten einer Anlage. So rückte der Energieaspekt bezüglich Einsparung, Minimierung und Rückgewinnung immer mehr in den Mittelpunkt. Das Resultat ist ein neues Konzept zur Abwärmenutzung bei der Klinkerkühlerentstaubung.

Das Projekt

Das Zementwerk LEUBE GmbH investierte am Standort Gartenau / St. Leonhard / Österreich 31 Mio. Euro in die Modernisierung der Klinkerproduktion. Scheuch lieferte dazu die Entstaubungsanlage mit dem neuen Abwärmenutzungskonzept. Über den Luft/Öl-Wärmetauscher werden zukünftig 1,3 MW an sonst ungenützter Wärme zur Schwerölvorwärmung und Raumheizung zur Verfügung stehen.

Eingesetzt werden ein EMC-Filter für rund 150.000 Bm³/h, ein Luft/Luft-Wärmetauscher zur Kühlung des Abgases auf max. 130 °C sowie ein Luft/Öl-Wärmetauscher zur Übertragung der Wärme aus der Kühlluft in den Thermoölkreislauf.

Die Ergebnisse

Projektleiter Klaus Czepl bewertet die neue Installation und den Nutzen der Wärmeauskopplung wie folgt: „Bereits nach den ersten Wochen Betriebserfahrung können wir bestätigen, dass das Kühlsystem mit der Wärmeauskopplung sehr stabil läuft und die berechnete Wärmemenge von rund 1,3 MW zurückgewonnen werden kann. In der ersten Phase nutzen wir jetzt rund 800 kW für die Vorwärmung des Schweröls. Die Adaption zur Gebäudeheizung wird noch umgesetzt. Obwohl wir erst die Hälfte der Wärmemenge nutzen, amortisieren sich die gesamten Mehrkosten für die Wärmeauskopplung deutlich unter einem Jahr. Für den Klinkerherstellungsprozess ist sehr von Vorteil, dass die Entstaubungsanlage – Kühler und EMC-Filteranlage - keine Druckschwankungen verursacht. Das Differenzdruckverhalten ist sehr gleichmäßig – absolut stabil. Der Ofenkopfdruck lässt sich somit sehr gut regeln. Mit dem technischen Konzept und der Performance der Anlage sind wir sehr zufrieden.“

Kontakt

Gabriele Weirathmüller
Sekretariat Tel.: +43 7752 905-5547
Fax.: +43 7752 905-65547

g.weirathmueller@scheuch.com

Alois Hermandinger
Head of Business Unit Industrial Minerals Tel.: +43 7752 905-5200
Fax.: +43 7752 905-65200

a.hermandinger@scheuch.com

Georg Lechner
Head of Sales Industrial Minerals Industry Tel.: +43 7752 905-5138
Fax.: +43 7752 905-65138

g.lechner@scheuch.com

Barbara Gehmaier
Ersatzteile Tel.: +43 7752 905-5538
Fax.: +43 7752 905-65538

b.gehmaier@scheuch.com

Camilo Buitrago
Verkauf Tel.: +43 7752 905-5586
Fax.: +43 7752 905-65586

c.buitrago@scheuch.com

Andreas Renetzeder
Verkauf Tel.: +43 7752 905-5549
Fax.: +43 7752 905-65549

a.renetzeder@scheuch.com

Gerhard Haslinger
Verkauf Tel.: +43 7752 905-5204
Fax.: +43 7752 905-65204

g.haslinger@scheuch.com

Herbert Scheuringer
Verkauf Tel.: +43 7752 905-5163
Fax.: +43 7752 905-65163

h.scheuringer@scheuch.com

Wilhelm Aigner
Verkauf Tel.: +43 7752 905-5154
Fax.: +43 7752 905-65154

w.aigner@scheuch.com

Ruggero Baldi
Verkauf Italy Office Tel.: +39 2 834205-60
Fax.: +39 2 834205-62
Mobil: +39 366 4719352

r.baldi@scheuch.com

Uwe Neumann
Verkauf North Germany Office Tel.: +49 5043 98907-4214
Fax.: +49 5043 98907-4210

u.neumann@scheuch.com

Scheuch GmbH, Weierfing 68, A-4971 Aurolzmünster, Tel.: +43 77 52 905-0, Fax: -65000, E-Mail: office@scheuch.com

Wir liefern Anlagen
für die Luftreinhaltung

Innovative Luft- und Umwelttechnik im industriellen Bereich ist seit über 50 Jahren die Domäne von Scheuch. Ob Absaugung, Entstaubung, Förderung, Rauchgasreinigung oder Anlagenbau, Scheuch ist Markt- und Kompetenzführer in vielen Bereichen und bietet seinen Kunden anwendungsspezifische und hochwertige Problemlösungen für ihre Luft- und Umweltthemen.