RAUCHGASERFASSUNG UND ENTSTAUBUNG VON FEUERVERZINKUNGBÄDERN

Beim Feuerverzinken werden Bauteile aus Stahl durch Eintauchen in eine Zinkschmelze mit einem Zinküberzug versehen und damit dauerhaft vor Korrosion geschützt.

Das diskontinuierliche Verzinken einzelner vorgefertigter Stahlteile wird als Stückverzinken bezeichnet und ist das mit Abstand gebräuchlichste Verfahren der Feuerverzinkung. Die Stahlteile werden nach der Vorbehandlung (Entfetten/Spülen, Beizen/Spülen, Flussmittelbehandlung, Trocknen) in ein Bad aus schmelzflüssigem Zink (mit Anteilen an Blei und Aluminium) getaucht. Bei der Standard-Stückverzinkung wird eine Badtemperatur von ca. 450°C angestrebt.

Während des Tauchvorganges bilden sich durch Diffusionsvorgänge an der Oberfläche des getauchten Teiles Eisen-Zink-Legierungsphasen. Diese werden beim Ausziehen aus dem Bad von Reinzink überdeckt. Die auf der Oberfläche der Zinkschmelze gebildete Zinkasche wird vor dem Ausziehen des Verzinkungsgutes durch Abstreifen entfernt.

Die bei der Feuerverzinkung entstehenden gasförmigen (Chlorwasserstoff - HCl) und staubförmigen (Zinkchlorid/Ammoniumchlorid) Emissionen dürfen die jeweils gültigen Grenzwerte nicht überschreiten – dies bedarf spezieller Erfassungs-, Absaug- und Entstaubungssysteme.

Durch eine Einhausung des Zinkkessels mit entsprechenden Öffnungen für Krangehänge und Abstreifvorgang wird eine vollständige Erfassung des Rauchgases erreicht. Der benötigte Abgasvolumenstrom ist wesentlich geringer als bei einer Randabsaugung. In Abhängigkeit vom Verzinkungsablauf und vom Staubanfall beim Tauchvorgang wird der Absaugvolumenstrom über eine Trübemessung mittels Frequenzumrichter angepasst. Dadurch werden die Betriebskosten gesenkt.

Randabsaugungen kommen bei kleinen Bädern und dort zum Einsatz wo eine Erfassung über eine Einhausung aus produktionstechnischen Gründen nicht möglicht ist. Die Absaugschlitze werden seitlich über dem Zinkbad angeordnet und können je nach Breite des Zinkkessels mit einer Blaseinrichtung ausgestattet werden, um die Erfassung des Rauchgases zu verbessern. Der erzielbare Erfassungsgrad ist geringer als bei der Verwendung von Einhausungen.

Die erfassten Rauchgase werden mit dem bewährten Impulsfilter gereinigt. Durch effiziente Impuls-Abreinigung können niedrige Druckverluste und Betriebskosten erreicht werden. Die gereinigte Abluft nach der Filteranlage kann in einem nachgeschalteten Wärmetauscher zu Heizzwecken oder Trocknung des Verzinkungsgutes wiederverwertet werden.

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