ENTFÜLLERUNG

Aufgabe des Sandsichters ist es, den Füller-Anteil im Sand (Feinststaubanteil mit einer Korngröße von < 0,090 mm) auf das gewünschte Maß zu reduzieren. Die Schwierigkeit liegt dabei vor allem im Auflösen der Agglomerate; das heißt den Feinanteil vom Grobanteil abzulösen, um eine saubere Trennung im Sichter überhaupt ermöglichen zu können.

Der Trennvorgang erfolgt daher in zwei Stufen:

1) Der Sandsichter wird von oben mit dem Material beschickt, das über mehrere Kaskaden nach unten fließt. Die zum Sichten benötigte Luft wird von unten angesaugt und im Querstrom mittels der als Düsen dienenden Kaskaden mit hoher Geschwindigkeit durch das Material geblasen. Dadurch werden hohe Scherkräfte erzeugt, welche das Feinstkorn vom Grobkorn lösen.

2) In weiterer Folge ist von Bedeutung, eine gleichmäßige Aufwärtsströmung zu erzielen, um eine Schwerkrafttrennung vornehmen zu können. Dabei fällt das Grobkorn unten aus dem Sichter, während das Feinstkorn mit der Luftströmung nach oben mitgenommen, ausgetragen und einer Entstaubungsanlage zugeführt wird. Der besondere Vorteil der Neuentwicklung von Scheuch ist die hervorragende Trennleistung mit variabel einstellbarer Entfüllerung, z.B. von 25 % Füller-Anteil auf 5% oder falls gewünscht auch auf geringere Anteile bis etwa 2 %. Die Entfüllerung erfolgt dabei mit geringem Überkornanteil.
 
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